Was ist der Malort?

Der Malort ist eine Einladung.

Eine Einladung zu einem Ort, an dem jeder Mensch malen kann, gemeinsam mit anderen und doch für sich. Jeder darf sich auf sein eigenes Tun konzentrieren und doch entsteht ein Zugehörigkeitsgefühl mit den anderen Malenden.

Im Malort ist die Gemeinschaft allen Altersgruppen das Besondere.
So erleben Kleinere auf Augenhöhe mit Größeren zu sein und deren Konzentration, Ältere profitieren von der Spontanität und Freiheit der Kinder, ohne Perfektion zu malen. Und am Ende sind alle Malenden auf das Gleiche bedacht: „Einfach zu Sein“

Der Malort ist ein Ort, an dem sich jeder Malende auf den Prozess einlassen darf, sich von den Erwartungen der Gesellschaft, dem Leistungsdruck und auch der eigenen Bewertung zu lösen, hin zu dem Gefühl, hier ist ein Ort an dem ich „Einfach Sein“ darf. Frei in mir!

Der Malort ist wie ein Kurzurlaub, eine Auszeit für die Seele. Wir können loslassen. Alles, was uns im Alltag bedrückt, an uns zieht, den ganzen Stress dürfen wir hinter uns lassen und auftanken, neue Energie in uns aufnehmen. Wir befinden uns wie in einer anderen Welt. In einer geborgenen, friedvollen Welt.

Im Malort bewundern wir nicht die Bilder der anderen, wir kommentieren nicht, wir vergleichen nicht, wir bewerten nicht und am Ende lassen wir das Bild einfach im Malort um es wie einen Schatz zu hüten.

Im Malort müssen wir uns nicht auf ein Blatt beschränken, jeder hat die Möglichkeit sich seinem inneren Bedürfnis nach mehr Raum hinzugeben und so viele Blätter anzuhängen wie gewünscht.

Im Malort ermöglichen die festen Strukturen und immer gleiche Bedingungen die Entfaltung des malerischen Ausdrucks. Diese bieten in der turbulenten Welt eine Sicherheit und Geborgenheit, Ruhe und inneren Frieden, welchen man noch selten findet.

Öffnungszeiten Malort Höpfigheim

Donnerstag (Gaby):
15.30 – 17.00 Uhr
17.30 – 19.00 Uhr

Samstag (Miriam):
9.00 – 10.30 Uhr
11.00 – 12.30 Uhr

Ausgenommen in den Ferien Ba-Wü.

Preis:
Einmaliges Schnuppern: 15,00 €/Malen
10er Karte: 130,00 €

Wir bitten um Anmeldung unter info@einfachsein-gsl.de.
Einstieg jederzeit möglich. Die Plätze sind begrenzt.

Du willst mal wieder einfach sein?

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Wie läuft eine Malstunde im Malort Höpfigheim ab?

Die Malenden kommen, regelmäßig einmal die Woche für 90 Minuten in den Malort.
Sie ziehen einen Malkittel an und betreten den Raum, indem sie schon erwartet, werden:

    • 18 wunderschöne Farben in der Mitte des Raumes
    • 54 Pinsel, dicke und dünne
    • Große, weiße Blätter
    • Reißnägel
    • die mit jedem Mal bunter werdenden Wände

und die Malort-Dienende heißt alle „Herzlich Willkommen“.

Gemalt wird im Stehen und so nimmt sich jeder ein Blatt und sucht sich einen Platz an der Wand des Raumes.

Die Malort-Dienende unterstützt bei der Befestigung des Blattes mit den Reißnägeln und das Malspiel kann beginnen. Jeder darf sich von den Farben inspirieren lassen, den Pinsel auf dem Blatt tanzen lassen – großflächig, diffizil, mit viel Farbe, wenig Farbe, kräftig, zart – ganz nach Belieben.

Die Malspiel-Dienende begleitet das Malspiel, die Aufmerksamkeit liegt auf jedem Malenden, sie sorgt für eine Atmosphäre der Verlässlichkeit, Geborgenheit und Sicherheit.

Deine Malort-Dienenden im Malort Höpfigheim

Im Malort Höpfigheim begrüßen dich

Gabriele Soukup-Liesegang
Gabriele Soukup-Liesegang
Im August 2021 stieß ich durch einen Podcast von Veit Lindau und Andre Stern auf Arno Stern, von Oktober – Dezember 2021 machte ich bei ihm eine Ausbildung zur Malort-Dienenden. Mit dieser Ausbildung schloss sich der Kreis meines Wirkens in meiner Selbständigkeit als „Ganzheitliche Lebensbegleiterin“. Seit März 2022 gibt es den Malort Höpfigheim „EinfachSein“, indem du „Herzlich Willkommen“ bist.
Miriam Aryong
Ehefrau und Mama von drei Kindern. Ich war begeistert von Gaby’s Leidenschaft für den Malort, ihr Wissen darüber und dem Malort selbst. Für mich ist der Malort ein ganz besonderer Ort, dessen Charme und Wärme man sonst kaum auf der Welt findet. Ich denke, dass jeder einmal den Malort besuchen sollte. Besonders im hektischen Alltag eine Auszeit und Ruheoase finden – das braucht doch jeder.

Malort Höpfigheim Gründerin, Gabriele Soukup-Liesegang, über die Entstehung des Malorts Höpfigheim

Von Beruf bin ich Erzieherin. Schon während meiner Ausbildung vor vielen Jahren war ich begeistert von den gemalten Bildern der Kinder, vor allem, von den frei gemalten, ohne Vorgabe, ohne Schablone. Während meiner Erzieherlaufbahn, war es mir immer wichtig, das freie Tun, die eigene Kreativität und das freie Malen, zu begleiten und zu unterstützen. Nicht immer stieß ich mit dieser Haltung und Überzeugung auf Begeisterung bei den Erwachsenen, doch immer bei den Kindern.

Auch begleitet mich die Begeisterung von Kunst aller Art. Die Ausdrucksform jedes Einzelnen fasziniert mich. Für mich ist Kunst Ausdruck der Geschichte eines Menschen, seines Seins.

Über Jahre habe ich, nach entsprechender Ausbildung, den tieferen Sinn des Gemalten, den Beweggrund auch mit Klienten analysiert, für die Entwicklung der Persönlichkeit, zum besseren Verstehen seiner Selbst.

Heute bin ich frei von der psychologischen Betrachtungsweise der Bilder, obgleich sie an anderer Stelle bestimmt ihre Berechtigung hat, doch nicht mehr für mich. Ich finde es steht mir nicht zu, über Gemaltes zu urteilen und zu werten.

Heute bin ich angekommen! Ich spüre für mich, auf was es eigentlich ankommt beim Malen. Bei mir darfst du, getreu meinem Motto „EinfachSein“, einfach da sein, um frei und intuitiv zu malen – ohne Druck, ohne Vorgabe, ohne Bewertung und ohne Vergleich – um dich zu spüren und bei dir anzukommen!

Heute bin ich Arno Stern zutiefst dankbar, für die Zeit, die ich mit ihm während der Ausbildung verbringen durfte, seine Haltung, seine Begeisterung, seine Forschung und sein Wirken. Er hat mich ermutigt, mehr denn je zu meiner Haltung zu stehen und als Malort-Dienende zu wirken.

Heute heiße ich, als Malort-Dienende, DICH schon „Herzlich Willkommen“ in meinem Malort Höpfigheim „EinachSein“

Ich freue mich auf dich und die wertvolle Zeit mit dir, es ist mir eine Ehre dir zu dienen. Du darfst spüren, dass du genau richtig bist, in dir und im Malort, mit deiner Spur, die du auf dein Blatt zauberst, für DICH, nur für DICH!

„Werde was du warst!“
Arno Stern, Malort-Begründer

Arno Stern
Sein Leben. Sein Wirken.

Nach allem Erleben in seiner Kindheit, spricht Arno Stern über eine glückliche Kindheit. Dies verwundert einen im ersten Moment, wo er doch 12 Jahre auf der Flucht war, immer in Angst und Sorge gelebt hat, entdeckt zu werden. Doch er spürte die Zugehörigkeit, einen Zusammenhalt und die starke Bindung mit seinen Eltern.

Doch von vorne.

Arno Stern wurde im Jahre 1924 in Deutschland geboren. Er wuchs bis zu Hitlers Machtübernahme in seinem behüteten, christlichen Elternhaus in Kassel auf. Nach Hitlers Machtergreifung beschloss der Vater mit seiner Familie nach Frankreich zu fliehen, zu Beginn des 2.Weltkrieges dann in die Schweiz. Schon in diesen Jahren nutzte Arno Stern alle Möglichkeiten zu zeichnen. Nach Kriegsende ging er mit seinen Eltern zurück nach Frankreich, wo er heute noch mit seiner Familie lebt.

Sein Wirken begann 1946 als er eine Stelle in einem Heim für Kriegsweisen annahm. Dort ließ er die Kinder vor allem eins: Malen. Er beobachte und er entdeckte. Ihm wurde bewusst, welche Wichtigkeit ein solch „freies Tun“ hatte, durch das die Kinder Zugang zu sich selbst und ihrer inneren Welt herstellten, sie dadurch verarbeiten konnten und zur Ruhe kamen. So entstand der erste Malort – ein Ort, an dem die Kinder sich erleben und frei entfalten durften, geschützt und geborgen. Inzwischen gibt es ca 300 Malorte in Deutschland, Europa, weltweit nach seinem Vorbild.